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Herkunftskennzeichnung bei Honig: Meilensteinfür Transparenz,Konsumentenschutzund die heimischeImkerei

18. März 2026 durch
Herkunftskennzeichnung bei Honig: Meilensteinfür Transparenz,Konsumentenschutzund die heimischeImkerei
Administrator
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Mit der konsequenten Umsetzung der EU-Vorgaben setztÖsterreich ein starkes Zeichen für klare Kennzeichnung vonImporthonigen und für die Wertschätzung von 33.000heimischen Imker.


Wien (OTS) - Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie (EU) 2024/1438,der sogenannten Frühstücksrichtlinie, wird dieHerkunftskennzeichnung bei Honig deutlich transparenter. Künftigmüssen bei Honigmischungen alle Ursprungsländer sowie ihreProzentanteile nachvollziehbar am Etikett ausgewiesen werden.Damit endet die Ära der irreführenden Sammelbezeichnungen wie„Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“. Das schafftmehr Orientierung für Konsumenten, stärkt den Verbraucherschutzund verbessert die Fairness im Wettbewerb für die heimischenImkerinnen und Imkern.

„Das ist ein wichtiger Schritt, den wir lange gefordert haben: WerHonig kauft, soll klar erkennen können, woher er kommt. Dasschafft Vertrauen und unterstützt unsere österreichischen Imker imfairen Wettbewerb. Besonders bedanken möchte ich mich beiAlexander Bernhuber, der diese Richtlinie im EuropäischenParlament als Chefverhandler maßgeblich vorangetrieben hat“, sagt Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser.

Auch EU-Abgeordneter Alexander Bernhuber, Chefverhandler desEuropäischen Parlaments für diese Richtlinie, betont die Bedeutungklarer Regeln für Konsumenten und Imker: „Die neueFrühstücksrichtlinie ist ein positives Beispiel dafür, wiefunktionierende Herkunftskennzeichnung bei Honig in der Praxisaussehen kann. Klare und nachvollziehbare Angaben schaffenTransparenz für Konsumentinnen und Konsumenten, stärken dasVertrauen in unsere Lebensmittel und unterstützen gleichzeitig dieheimischen Imker im fairen Wettbewerb. Als Chefverhandler desEuropäischen Parlaments für dieses Dossier freut es mich daherumso mehr, einen wesentlichen Beitrag zu dieserKennzeichnungspflicht und zur Unterstützung unserer Imkergeleistet zu haben“, so Bernhuber.


Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig:

„Durch dieHonigverordnung können Konsumentinnen und Konsumentenkünftig auf einen Blick erkennen, woher der Honig stammt. Die klareHerkunftskennzeichnung schafft Transparenz und ist entscheidend,da immer mehr importierter Honig auf den europäischen Marktdrängt und heimische Qualitätsprodukte dadurch unter Preisdruckgeraten. Österreichische Ware muss sich klar von anonymenImportprodukten unterscheiden können. Mit der Novelle wird dasnun endlich möglich.“


LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger:

„Die Imkerinnen und Imkerhaben schwierige Jahre am Markt hinter sich, weil die Importe vonHonig aus Drittstaaten den Markt dominiert und teilweise ruinierthaben. Eine klare Herkunftskennzeichnung ist hier jedenfalls einBeitrag zur Transparenz beim Produkt. Österreich folgt damit derUmsetzung, die bereits in Deutschland gewählt worden ist“, betontLandwirtschaftskammer Österreich-Präsident Josef Moosbruggerund weiter: „Mit der Umsetzung unserer Forderung wird Klarheit amMarkt und eine bessere Sichtbarkeit und Positionierung desNaturprodukts Honig geschaffen. Das ist auch im Sinne derLandwirtschaft, die in vielen Bereichen von denBestäubungsleistungen der Bienen profitiert und daher stets aufgute Partnerschaften mit den Imkerinnen und Imkern setzt.“


Mehr Klarheit am Etikett

Künftig muss auf dem Etikett angegeben werden, in welchem Landder Honig erzeugt wurde. Stammt der Honig aus mehreren EU-Mitgliedstaaten oder Drittländern, sind die Ursprungsländer imHauptsichtfeld in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteilsanzuführen, ergänzt um die jeweiligen Prozentanteile.

Für die Prozentangaben ist eine Toleranzspanne von 5 Prozentvorgesehen. Für Kleinpackungen unter 30 Gramm sindpraxistaugliche Vereinfachungen möglich, in diesem Fall dürfen dieNamen der Ursprungsländer durch einen zweibuchstabigenLändercode ersetzt werden. Die neuen Bestimmungen treten mit 14.Juni 2026 in Kraft, bereits zuvor gekennzeichnete Ware darf nochbis zum Abbau der Bestände verkauft werden.

Wichtiger Schritt für Konsumentenschutz undLebensmittelauthentizität

Honig zählt weltweit zu den am häufigsten gefälschtenLebensmitteln. Billige Importe aus Drittstaaten, die mit Zuckersirupgestreckt sein können, setzen den Markt unter massiven Druck. Dieneue Vollkennzeichnung wirkt hier als wichtiges Instrument für diezukünftige Rückverfolgbarkeit von Honigen für das vorgeseheneTracingsystem der EU.

„Das ist ein entscheidendes Signal für den Konsumentenschutz. DiePolitik setzt hier ein klares Zeichen: Wir stehen für volleTransparenz und gegen die Täuschung am Frühstückstisch“, zeigtsich

Wolfgang Pointecker (Obmann von Biene Österreich –Dachverband der österreichischen Imkerei)

erfreut.


Rückenwind für die heimische Imkerei

Besonders für die österreichische Imkereibranche ist dieserBeschluss ein historischer Erfolg. Rund 33.000 Imkerinnen undImker leisten in Österreich nicht nur einen wertvollen Beitrag zurLebensmittelsicherheit, sondern sichern durch unverzichtbareBestäubungsleistung die Biodiversität und landwirtschaftlicheProduktion. Umso wichtiger sind klare Regeln, damit Qualität undHerkunft am Markt sichtbar werden und faireWettbewerbsbedingungen geschaffen werden.

„Unsere Imker:innen in Österreich produzieren unter höchstenQualitätsstandards. Dass diese Qualität nun durch eine klareHerkunftsangabe vor unfairer Konkurrenz geschützt wird, ist ein Aktder Wertschätzung gegenüber unserer täglichen Arbeit“, betont

Ing.Reinhard Hetzenauer, Obmann Stellvertreter von Biene Österreich.


Österreichs klare Linie bei Transparenz und Herkunft

Österreich hat auf EU-Ebene maßgeblich für strenge Regeln in derEU-Richtlinie (EU) 2024/1438 gekämpft. Dass diese nun auch

national so konsequent umgesetzt werden, unterstreicht die Rolledes Landes beim Schutz regionaler Lebensmittel. Für Konsumentenbedeutet dies mehr Sicherheit, mehr Vertrauen und die Möglichkeit,sich bewusst für Qualität aus der Heimat zu entscheiden.

Wir danken dem Landwirtschaftsministerium, derLandwirtschaftskammer Österreich und dem Bauernbund für ihrenentschlossenen Einsatz und dafür, dass sie sich gemeinsam mit unsfür diese transparente Position stark gemacht haben.

Rückfragen & Kontakt

Biene Österreich

Dipl.-Ing. Gabriele Eder

Telefon: +436765718022

E-Mail:

office@biene-oesterreich.at

Website:

https://www.biene-oesterreich.at/

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